12.11.02

Wissenschaft für alle - zwei Varianten, die deutsche und die amerikanische.

In Deutschland fordern Grüne eine Publikationspflicht für Professoren im Netz (via Heise Newsticker). Wer hat nicht schon mal sechs Wochen auf einen Aufsatz aus einer anderen Unibibliothek gewartet - öffentlich geförderte Wissenschaft sollte auch in Zeiten knapper Anschaffungsetats öffentlich zugänglich sein. Aber per Pflichtpublikation? Davon hätte niemand was. Wir haben eh schon das Problem, in der Flut der Veröffentlichungen die Spreu vom Weizen zu trennen, und das geht sehr stark über Peer Review und Veröffentlichungsort. Selbstorganisierte Ansätze, also Netwerke, die eine Wissensallmende schaffen, sind da viel anziehender. Ein älterer Heise-Artikel hat gute Links zu solchen Netzwerken.

Was auch gleich ein Kommentar ist zum DSpace des MIT: Der Durchbruch ist hier nicht, wie in der eigenen Technology Review vollmundig besprochen, dass jeder MIT-Aufsätze lesen kann - so etwas gibt es auch woanders. Dass eine einzelne renommierte Universität das Ganze aber bewusst als Open Source Projekt anlegt, so dass es problemlos von anderen Institutionen übernommen und vernetzt werden kann, das weist in die richtige Richtung.

10.11.02

Die Vernetzung schreitet voran. Wer zitiert was oder reagiert auf wen? Noch ein Projekt, das die Zusammenhänge zwischen Nachrichten und Weblogs, oder von Blogs untereinander, durchsichtig macht: Waypath ist in der Beta-Version.