29.11.02

Procrastina-a-a-a-a-tion... Ich sollte heute definitiv was anderes tun als bloggen, darum jetzt einfach ein paar Lesezeichen:

istori/log via Seb's Open Research: Compliance vs. Creation. Was innovative Unternehmen unterscheidet, oder "what makes a company suck or rock"

Und auf OL Daily:

Technology, Democracy, and Academic Labor. Stephen Downes: "This is probably the best assessment of the impact of new technology (and new management techniques) on academic work that I have seen. In the end, the conclusion that is inescapable is that it is not technology that is threatening education, but rather a sustained attack on the role and importance of academics"

Chief Learning Officers Link Training and Business Goals, von Frank Jossi. Über lebenslanges Lernen und die Entwicklung geschätzter Mitarbeiter. Downes kommentiert das ziemlich trocken.
Martin Röll hat heute den KMConnection Knowledge Management Product Guide entdeckt, der deutlich mehr ist als das - eine schöne Auffächerung von Funktionen und Erfordernissen.

Auf der Suche danach, wer denn "KMConnection" ist, bin ich auf deren Principal Philip C. Murray gestoßen und seinen Text über Weblogging:

"We omit blogging from the KMconnection Knowledge Management Product Guide with considerable reluctance, because we believe that blogging will play a major role in many future KM implementations."

Einige Gedanken über Stärken und Schwächen von K-Logs. Unter letzteren listet er unter anderem das Fehlen einer Kategorisierung (die aber inzwischen von etlichen Tools ermöglicht wird) und Abstrakt-Funktion - da nähern wir uns mit Syndikation und Newsreadern immerhin schon an.

28.11.02

Noch im Aufbau: Technorati, ein weiteres Weblog-Tool. Informative Referrerlisten für Internetseiten aller Art. Wie's funktioniert aus erster Hand.
Wissensmanagement als Risikomanagement. Ein Artikel von Tony Cross, der erfreulich konkret Techniken und Tools diskutiert. Wer sich dafür interessiert, sollte auch mal bei der "KM & Critical Incident Management"-SIG auf Knowledge Board (Registrierung erforderlich) vorbeischauen.
Shiv Singh: Practical Strategies for Creating a Successful Intranet.

Die fünf Hauptstrategien, die auf eine Balance zwischen Nutzeransprüchen und Geschäftszweck hinauslaufen:

"1. Your users sit next to you; use that to your advantage, but be careful
2. Measure quantifiable results, not just user satisfaction
3. Use fewer vendors and take them more seriously
4. Deploy your features with your users in mind… but you can’t please everyone
5. Cultivate multidisciplinary collaboration"

(Via Column Two)
Warum Frauen als Blogschreiberinnen selten Beachtung finden, oder: Glenn Reynolds wird auch in den unpassendsten Zusammenhängen noch ausführlichst erwähnt. Ein Artikel von Lisa Guernsey in der New York Times (Registrierung erforderlich). Der Publikationsort ist großartig, die Gedanken enttäuschend banal und manchmal schlicht falsch. Strick-Blogs werden mehrfach erwähnt, aber wo sind Meg Hourihan und Mena Trott, Jenny Levine und Halley Suitt?

Nichtsdestotrotz: Obwohl vermutlich gleich viele Frauen wie Männer bloggen, landen sie nicht so leicht auf Blog Rolls. Wenn Blogs in Firmen eingesetzt werden sollen, um gerade auch Wissen und Standpunkte sichtbar zu machen, die sonst nicht angemessen verbreitet werden, muss uns dazu schon noch ein bisschen mehr einfallen.

Kommt auf meine To-Do Liste, aber zweier Bemerkungen kann ich mich schon jetzt nicht enthalten:

1. Als ich endlich die zweite andere Kloggerin (die erste war Joy London) fand, die kluge Lilia Efimova, habe ich sie nicht gleich auf die Blogroll gesetzt: Das wird hiermit nachgeholt.

2. Der am weitesten verbreitete von einem Mann geschriebene Blog ist "Instapundit" - konservativer politischer Kommentar. Der erfolgreichste von einer Frau geschriebene Weblog (TV Show zum Blog nach ein paar Monaten) ist "The Reverse Cowgirl" - "wherein a writer tries to justify the enormity of her porn collection". Schon interessant, wem wann zugehört wird ...

Lesezeichen: "It's All in What You Know: Internet Information and Expert Referral Services" von Reva Basch.

"Web-based information exchange comes in many flavors and forms, from the ad hoc, unmediated sharing of expertise in chat rooms, email groups, and online forums to digital library reference services staffed by degreed professionals. In between lie an interesting assortment of so-called ‘expert services’ that feature self-identified (and sometimes credentialed) authorities poised to tackle anything from quick reference questions to complex and specialized consulting assignments in a variety of fields."

(gefunden bei Peter West (SynapShots), und der hat's wiederum aus einem dänischsprachigen Klog, in dem das, was ich verstehe, gut aussieht: linqx)

27.11.02

Die "zwölf Rollen des Knowledge Managers" machen die Runde. An Belbins Team-Rollen hätte ich mich eigentlich selbst erinnern sollen - aber so ist es gut, dass Ton in seinem Kommentar und Blog die Sprache darauf bringt.

Über Al und Sebastien sind David Skyrmes Gedanken bei Thought?Horizon angekommen: "But remember, they are roles describing action - not who we are. I would hate to see "Company X is looking for a knowledge packager. The successful applicant..." Absolut richtig, aber Knowledge Manager, die alles gleich gut und gerne machen, gibt es nicht (siehe oben). Wer sich über Stärken und Schwächen im Klaren ist, kann Alliancen und Aufgabenverteilungen suchen, die dann doch dafür sorgen, das alle anstehenden Aufgaben die gebührende Aufmerksamkeit erhalten.

26.11.02

Heute wird in München die Xerox-Studie "Documents, People and Technology: A European Perspective" vorgestellt. Ein Vorbericht ist auf "Online Recruitment" zu finden:

"European companies are failing to maintain their knowledge base and most lack policies to retain key skills and information. (...) Indeed, less than half (48%) of the directors interviewed have any clear policy in place to support knowledge retention within their organisation."

Auch sonst sieht's nicht gut aus in europäischen Firmen, aber, immerhin erfreulich: "More than four out of five (87%) directors believe that they could improve their company's competitiveness if they improved the way they managed ''knowledge'' inside their organisation." Na denn - es gibt viel zu tun! (Und, schamlose Eigenwerbung, Berater, die dabei unterstützen, gibt's auch.)
Cosma Rohilla Shalizi ist ein sehr interessanter Denker, ein Physiker aus Santa Fe, in dessen Doktorarbeit es um selbstorganisierende Systeme geht. Viel Material, große Brocken und kleine Anregungen. (gefunden auf Seb's Open Research)

Auf "Excited Utterances" gibt es eine Bibliographie zum Thema "Rewards and Incentives in KM".

KM Quest ist eine zum Teil EU-geförderte web-basierte Simulation zur Implementierung von Wissensmanagement in einer fiktiven Firma. Sie wird auf der Online-Educa in Berlin am 29.November vorgestellt werden.
"The Tipping Blog. How Weblogs Can Turn an Idea into an Epidemic" von Jon Hiler auf Corante. Nicht neu, aber gut: Rollenverteilung im Verbreiten von Ideen. (via Richard Gayle). Und dann natürlich sein Artikel darüber, warum Weblogs auch die Leute beeinflussen, die sie gar nicht lesen: per Google-Ranking.

25.11.02

Viren erdrosseln. Einen neuer Ansatz in der Eindämmung von Computerviren - warum ist da bisher niemand draufgekommen? Matthew Williamson (Hewlett-Packard) setzt an der Stelle an, wo sich infizierte Computer anders verhalten als nicht infizierte - sie versuchen, so schnell wie möglich so viele Verbindungen wie möglich zu machen. Williamsons Drosselung begrenzt diese Rate auf eine Verbindung pro Sekunde, was keine Verzögerungen bei normaler Aktivität verursacht, aber Viren sehr verlangsamt und vor allem Administratoren ein Alarmsystem an die Hand gibt.

(Matthew Williamson, Resilient Infrastructure for Network Security, gefunden über einen Bericht des Economist (Registrierung erforderlich))
Ton Zijlsta führt seine Überlegungen zum Thema "Vertrauen in Organisationen" weiter. Mit Links auf seinen Aufsatz und die Special Interest Group zum gleichen Thema auf Knowledge Board.